Vorsorge statt Reparaturmedizin – warum wir nicht warten sollten, bis es wehtut

Neulich saß ich im Wartezimmer einer Arztpraxis und hörte einer Dame zu, die dem Arzt vorwarf, er solle „endlich etwas tun, damit diese ewigen Rückenschmerzen verschwinden“. Der Arzt nickte geduldig und sagte dann einen Satz, der mir nicht mehr aus dem Kopf ging: Wir sind im Gesundheitswesen großartig darin, kaputte Dinge zu reparieren. Aber die Kunst ist, sie gar nicht erst kaputtgehen zu lassen.“

Genau das ist unser Dilemma: Wir kümmern uns um unsere Gesundheit meist erst dann, wenn sie uns laut anschreit. Solange nichts zwickt, fühlen wir uns unverwundbar. Wir fahren das Auto zum TÜV, aber unseren Körper? Den lassen wir laufen, bis das Warnlämpchen brennt. Dabei beginnt Gesundheit nicht in der Notaufnahme, sondern im Alltag – in den kleinen, oft unscheinbaren Entscheidungen. In dem Glas Wasser, das wir statt des dritten Kaffees trinken. In zehn Minuten Tageslicht, anstelle des ständigen Bildschirms. Im Spaziergang, der eigentlich nicht in den Zeitplan passt, aber trotzdem guttut. In einer Nacht, in der wir uns eher ins Bett legen, als noch eine Folge weiterzusehen. Vorsorge ist also nicht der große Kraftakt, der alles umkrempelt. Es ist eher wie eine stille Freundschaftspflege mit sich selbst. Naturheilkunde hat genau hier ihre Stärke: Sie denkt vorbeugend. Pflanzen, Rituale, Wärme, Atem – all das wirkt nicht erst, wenn etwas kaputt ist, sondern hält uns geschmeidig, stabil und ausgeglichen. Ein Tee am Abend ersetzt keine Operation, aber er kann verhindern, dass wir überhaupt dorthin kommen.

Spannend ist auch, wie sehr kleine Routinen unterschätzt werden. Ein Tropfen Bitterstoffe vor dem Essen kann die Verdauung harmonisieren. Ein Lavendelduft am Bett beruhigt das Nervensystem, bevor Schlafprobleme entstehen. Ein bisschen mehr Bewegung hält die Gelenke fit, lange bevor ein Röntgenbild alarmiert. In einer Zeit, in der Arztpraxen überlaufen und Termine knapp sind, wird immer deutlicher: Jeder Mensch muss heute ein Stück Verantwortung für die eigene Gesundheit übernehmen. Doch niemand muss das allein tun – denn der richtige Berater macht den Unterschied. Und genau hier kommt die Vollwerth-Apotheke ins Spiel. Sie gibt nicht nur Medikamente heraus– sie ist ein echter Gesundheitsbegleiter. Oft helfen schon einfache, alltagsnahe Hinweise: Welche Heilpflanzen stärken den Körper? Welche Vitamine könnten fehlen? Welche kleinen Gewohnheiten unterstützen langfristig die Gesundheit?

Vielleicht sollten wir deshalb die Perspektive wechseln. Nicht: „Was mache ich, wenn ich krank werde?“ Sondern: „Was kann ich tun, damit ich gar nicht erst krank werde?“

Wir beraten Sie gerne!

Ihre Sabine Vollwerth (Apothekerin) und Team

Apothekerin Sabine Vollwerth

Apothekerin Sabine Vollwerth

  • Inhaberin der Vollwerth-Apotheke in Siegen
  • Vorstandsmitglied Natur und Medizin
  • Spezialkenntnisse: Begleitung von Krebstherapien, Nahrungsergänzung zur Krankheitsvorbeugung, Wechseljahresbeschwerden
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